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Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
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Haberkorn Offline
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Beitrag: #1
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Die nackte Angst geht um in Oberbayern. In der Gegend von Miesbach und Bayrischzell, dort wo Bayern am bayerischsten ist und die Bretter vorm Hirn am dicksten, treibt sich ein Wolf herum. Und das Schimmste ist bereits geschehen, die Bestie hat, vom Hunger getrieben, Schafe gerissen.
Was tun? Nach dem Schadbär Bruno nun ein Schadwolf. Schon trauen sich Münchner Flachland-Tiroler nicht mehr in die Gegend. Was tun, wenn sie bergmäßig ausgerüstet mit Turnschuhen, Jeans und T-Shirt sich im Gebirge verlaufen und der Wolf findet sie, bevor die Bergwacht zur Rettung eintrifft?
Abschießen! Abknallen! Die Bevölkerung retten, bevor sie ausgelöscht wird!
Aber hat es die Natur nicht so eingerichtet, daß auch Wildtiere ihre Existenzberechtigung haben und in freier Wildbahn leben dürfen statt nur hinter Gittern vegetieren zu müssen? Was sagt Rotkäppchen dazu?
Doch gemach. In Bayern ist die Lebenszeit wildlaufender Lebewesen bemessen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Freund Isegrimm vom Kuhfänger eines dahinrasenden Geländewagens erfaßt und vom Leben in den Tod befördert wird. Denn bekanntlich wird auf Bayerns Straßen alles eliminiert, was nicht bis drei auf den Bäumen ist, egal ob Oachkatzl, Wuidsau, Känguruh oder Elefant.
06.12.2010 15:45
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