Geld allein macht nicht unglücklich (Peter Falk)

Der clevere Lebenskünstler


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Man darf heutzutage bloß kein Depp nicht  sein!

Wenn Sie diesen wichtigen Grundsatz im Leben beherrschen, sind Sie schon auf dem richtigen Weg zu einem cleveren Lebenskünstler.

Nur wer anders und selbstbestimmt denkt und handelt, erreicht seine Ziele im Leben und nützt seinen Mitmenschen.

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Zuwenig Geld? Das muß nicht sein! Sie haben die Wahl. Entweder Sie werden ein echter Knauserer oder Sie versuchen es mit reicher werden.

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Bin mal kurz die Welt retten 01 Jan 1970

Der Mensch an sich ist ein höchst ambivalentes Wesen. Obwohl er mit einem Gehirn ausgestattet ist, das zu großen Vernunftleistungen in der Lage ist, besitzen trotzdem viele seiner Handlungen einen besonders hohen Grad von Bescheuertsein. Das könnte zum Beispiel bedeuten, daß die einzige Theorie zur Rettung der Welt die Chaostheorie wäre. Oder, mit anderen Worten, erst wenn sich der Mensch durch das Chaos, das er ständig schafft, selbst abgeschafft hat, wäre die Welt wirklich gerettet. Aber man kann's trotzdem mal vernunftgemäß versuchen.

Haben Sie schon einmal Ihren ökologischen Fußabdruck berechnet? Kaum zu glauben, trotz aller Bemühungen müssen Sie am Ende erfahren, auch Sie kommen mit einer einzigen Erde nicht aus - Sie brauchen bis zu 5 Stück davon. Als Ökofamilie müßten Sie eigentlich täglich im dicken Selbstgestrickten mit der Energiesparlampe (Ökofunzel) im Dämmerlicht in der unterkühlten Wohnung hocken und damit es Ihnen etwas warm wird, aufmunternde Lieder singen wie "Oh veggie days, when salad comes". Aber eignen Sie sich wirklich als Wohlstandsverweigerer?

Schauen wir uns einmal die vier Bereiche an, wo wir tatkräftig ansetzen können und die die besten Ergebnisse bringen. Wir werden bei jedem dieser Bereiche feststellen, daß wir das nötige Wissen zur Änderung besitzen, weil wir es schon immer besaßen. Doch warum nutzen wir es nicht? Wir schwärmen zwar in unserer kapitalistischen Gesellschaft von der Freiheit des Einzelnen. Nur damit ist es selten sehr weit her, denn die Freiheit der Unteren wird beschnitten durch die Freiheit der Oberen. Weniger durch Gewalt, sondern sehr gezielt durch falsche Informationen, die uns glauben machen sollen, alles geschähe zu unserem Besten. Dafür gibt es einen Begriff, dessen Auswirkungen sich die meisten von uns gar nicht recht vorstellen können: Lobbyismus.

Sie hocken überall, bei der EU in Brüssel, in den Ministerien in Berlin und allen Staaten der EU. Und ganz geballt in den USA. Lobbyisten sind Interessenvertreter der Industrie, die dafür sorgen, daß Gesetze in ihrem Sinne geschrieben werden und nur ihnen genehme Informationen (und Wahrheitsverdrehungen) in den Presseorganen, im Radio und TV, besonders gerne im weltweiten Netz erscheinen. Deshalb sind TV-Programme, die solche Falschinformationen zurechtrücken, in aller Regel Minderheitenprogramme. Damit wir uns recht verstehen, ich rede hier nicht von neuen Polemiken oder Verschwörungstheorien. Ich meine schlicht und einfach die Wahrheit, die man zu gerne zurechtbiegt, wie man es braucht.

1. Landwirtschaft
Um den Hunger in der Welt zu besiegen, braucht es riesige Anbauflächen mit Monokulturen, die mit Pestiziten und Insektiziten von Unkräutern und Schädlingen befreit werden müssen? Das ganz besondere Heil liegt allerdings in der grünen Gentechnik, die besonders beim Anbau von Mais, Soja und Getreiden eingesetzt wird? Und denen mittlerweile selbst in gentechnikfreien Ländern niemand mehr entgeht. Doch was ist das Resultat dieser Handlungsweise? Riesige Gewinne von Konzernen wie Monsanto und Kumpanei, weiter verarmende Bauern, die jedes Jahr neues, weil patentiertes, Saatgut kaufen müssen und - die eigentliche Sauerei dabei - die Schädlinge sind trotz Gentechnik längst resistent geworden. Statt weniger muß nun mehr gespritzt werden. Macht doch nichts, Hauptsache Wachstum. Für wenige zwar, aber Dagobert Ducks Geldspeicher wächst um Fantastillionen noch und nöcher. Schön zu sehen in dem TV-Bericht über die "Propagandaschlacht der Genindustrie" am 8. Juli 2014 in der ARD. Konnten Sie leider nicht sehen wegen Fußball-WM in Brasilien? Deshalb laufen solche Sendungen bevorzugt während Großereignissen fürs dumme Volk. Könnte dem ja sonst ein Licht aufgehen. 

Doch nur die Agrar-Ökologie wäre in der Lage, die Menschheit zu ernähren, nicht aber die industrielle Landwirtschaft. Dabei wird durch den gleichzeitigen Anbau verschiedener Pflanzen, die sich gegenseitig schützen und stärken eine natürliche Schädlingsbekämpfung erreicht. Wer deshalb nicht am 1. Juli 2014 die Wiederholung der Sendung "Die Zukunft pflanzen" auf "arte" gesehen hat, kann es in aller Ruhe im Weltagrarbericht nachlesen http://weltagrarbericht.zs-intern.de/themen-des-weltagrarberichtes/agraroekologie.html.

Was kann jeder Einzelne selber tun? Selbstversorgen klar, so er einen Garten hat oder nur einen Balkon. Wie der Eigengärtner dabei am besten vorgeht, ist regelmäßig in den dritten Programmen der Sender zu sehen, in Bayern zum Beispiel "Querbeet" oder "Unkraut". Oder aber: Gärtnern mitten in der Stadt liegt im Trend. Immer mehr Kommunen stellen ihren Bürgern Grünflächen zur Verfügung, die sie mit Gemüse und Obst bepflanzen können. "Urban Gardening" (bei Google nachschauen!) - Gärtnern inmitten der Städte - heißt das Schlagwort, unter dem solche Projekte große und kleine Städte erobern. 

Noch immer weder noch? Wie wäre es mit "Solidarischer Landwirtschaft"  www.solidarische-landwirtschaft.org/de/startseite. Hier treffen sich Gruppen von Städtern nach Feierabend oder am Wochenende beim Biobauern und helfen bei der Arbeit. Dafür erhalten sie als Entgelt landwirtschaftliche Produkte zum Vorzugspreis. Garantiert frei von Schadstoffen und selbst erarbeitet. Soll auch Spaß machen, hießt es jedenfalls.

Wenn Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind oder sein sollten, hier noch ein paar klasse Ratgeber. "Das Lexikon der alten Gemüsesorten". 800 (!!!) Sorten - Geschichten, Merkmale,  Anbau und Verwendung in der Küche. AT-Verlag, 670 Seiten, 59,90 Euro. In der Minibibliothek des Buchverlags für die Frau erschienen im Frühjahr 2014: "Noch mehr Essen von der Wiese", "Salbei", Feines Dinkelgebäck", "Pasta vegetarisch". 

Richtig toll wird alles erst mit Urtraining und Urkost, wie Brigitte Rondholtz sie betreibt. Bei Google "Urkost" eingeben und auf Webseite von Brigitte Rondholtz klicken. Beim Betrachten der Seite warnte sofort mein Magen: "Komm bloß nicht auf diese Schnapsidee, sonst erlebste neben deiner Laktose- noch ganz andere Intoleranzen". Greta Taubert hat es beschrieben in ihrem Buch "Apokalypse jetzt! Wie ich mich auf eine neue Gesellschaft vorbereite". Für 16,99 Euro erschienen bei Eichborn. Das beste neue Gartenbuch hat Kat Menschick geschrieben und gezeichnet: "Der goldene Grubber. Von großen Momenten und kleinen Niederlagen im Gartenjahr". 304 Seiten, für 34,99 Euro erschienen bei Galiani. 

Ist doch ganz einfach mit dem Weltretten. Allen einfachen, ständig wiederholten, Informationen mißtrauen und sich fragen: Cui bono? Wem wird damit genutzt und warum? Hilft der angebliche Nutzen nur einigen Wenigen, dann ist da mit Sicherheit der Wurm drin. Einfach mal die Denkrichtung ändern und nicht vergessen: Unsere Vorfahren waren gar nicht so deppert, wie man sie immer hinstellt. Ihr Wissen ging nur verloren oder verschüttet durch die Lieblingstätigkeit des Menschen: Kriegführen und zerstören. Heute schon Ihr tägliches Ballerspiel am PC, Tablet oder Smartphone gemacht? Nicht, daß Sie noch aus der Übung kommen vor lauter Weltretten.     

2. Verkehr
Wer verkehrt verkehrt, verkehrt verkehrt. Sagen nicht nur die Gegner gleichgeschlechtlicher Liebe, sondern das gilt für jede Art von Verkehr. Mehr Straßen: Mehr Platz für neue Autos. Mehr Schienen: Platz für mehr Züge. Mehr Landebahnen: Platz für mehr Flugzeuge. Die Auswirkungen waren am 8. Juli 2014 bei "arte" zu sehen: "Unser täglich Lärm" und "Lärm macht kaputt". Was wäre die Lösung? Leg' ich mich lieber nicht mit dem "Lieblingstier" der Menschen an, seinem heißgeliebten Untersatz mit vier Rädern. Jeder Versuch, Verkehr zu lenken, führt sowieso in die Irre. Es gibt nur einen richtigen Ansatz. Muß Mobilität stets Verkehr bedeuten? Daher nur ein, mein, Vorschlag: Wenn Sie eine Möglichkeit sehen, Ihren persönlichen Verkehr zu verringern oder zu verändern und dabei Ihr persönliches Wachstum zu steigern - tun Sie es. Anderen Beruf ausüben, altes fast vergessenes Handwerk ausüben, Heimarbeit per Rechner, in die Stadt ziehen. Oder umgekehrt, sterbende Orte neu beleben. Je mehr Menschen dieses tun, umso besser.

3. Umwelt und Energie
Ist es Ihnen schon aufgefallen, daß man in der letzten Zeit so wenig von Aliens hört? Ja, wollen denn die kleinen grünen Männlein und Weiblein nicht endlich kommen und die Welt retten? Nein, wollen die nicht. 

Südlich von Hawaii dreht sich im Pazifik ein riesiger Kreisel aus Plastikmüll, größer als Gesamteuropa, der sehr gut vom All aus zu sehen ist. Als vor einiger Zeit wieder mal ein Vorauskommando der lieben Grünen im Anflug war, sahen die die Bescherung, schlugen die Hände über dem Kopf zusammen über die Vollpfosten auf der Erde, die die eigene Heimstatt gründlich versauen, drehten schleunigst wieder ab, und warnten die Kollegen. Deshalb müssen wir unsere Drecksprobleme eben selber lösen. Und das sollten wir in Angriff nehmen, bevor sich die Erde vorsichtshalber von uns löst. Eigentlich wäre jetzt Raum für jede Menge von Polemik und Bosheiten - ich laß' es sein, bringt doch eh nichts. Reden wir besser davon, was man mit dem ganzen Plastik anfangen kann, das uns täglich umgibt.

Seit gut zwei Jahrzehnten habe ich keine Plastiktüte mehr zum Einkauf gebraucht, und auch Sie brauchen dies nicht. Ich nutze zwei Stoffbeutel (noch mit der Werbung von "Plus" außen drauf) einen zusammenrollbaren Flaschenträger aus Stoff für sechs Flaschen, dazu eine große Tragetasche und einen chicen Einkaufskorb von Reisenthel, den gibt's schon als Geschenk beim Zeitschriften-Abo. Dazu kann man noch die Papp-Gemüsekisten nutzen, die sowieso anfallen.

Der Reisenthel-Korb gehört ins Auto, damit er immer griffbereit ist. Den großen Monatseinkauf mit der Familie können Sie sich auch schenken, wenn derjenige, der täglich mit dem Auto zur Arbeit fährt oder sonstwie umeinanderkommt, nebenbei beim Discounter oder Supermarkt, an dem er gerade vorbeikommt, anhält und einkauft. Und - man soll's nicht glauben, selbst Männer sind dazu in der Lage - reine Erziehungssache. Wichtig dabei, Mutti gibt ihm einen Einkaufszettel mit und erklärt ihm, wie so ein Markt innen mit Waren belegt ist. Es geht lediglich je nach Lage innen entweder links- oder rechtsum. Und dann husch ins Körbchen mit dem Einkauf.

Aber alles ist doch verpackt? Dafür ist die gelbe Tonne oder der gelbe Sack zuständig, denn mittlerweile gibt es in Germania neben dem Grünen Punkt noch zehn weitere Entsorger, die alle was zu tun und zu verdienen haben wollen. Die größeren Plastikverpackungen um Haushaltstücher oder Klopapier sind prima Müllsäcke, die, wenn sie voll sind, in der Restmülltonne landen und der thermischen Verwertung zugeführt werden. Bleiben noch die leeren Plastikflaschen, die Sie unterwegs ausgetrunken haben. Die gehören selbstverständlich nicht einfach in der Landschaft entsorgt, denn viele der armen Rentner, die vom Pfandgeld ihre deutschen Minirenten aufbessern müssen, tun sich schwer beim Bücken, weil die Gelenke schmerzen.

Also gut sichtbar in die Abfallbehälter einstellen, damit sie gut wieder entnommen werden können. Opa und Oma wollen auch mal Feierabend machen. Einer neuen Studie zufolge, die ich im Übrigen äußerst zynisch finde, machen das Pfandflaschensammeln nicht nur die Armen hierzulande, sondern vielmehr Rentner strukturieren damit ihren Tagesablauf. Dabei haben die doch genügend damit zu tun, "BILD" oder "Krone" zu lesen. Im Alter lassen halt die Augen nach, und das Verständnis schwieriger Texte geht auch langsamer.

Eigentlich ganz einfach mit dem Plastik vermeiden und entsorgen zum Recyclen. Aber wichtig, denn schon haben sich aus dem Plastikmüll riesige Mengen von Mikroplastikkörperchen, teilweise im Nanobereich, gebildet, die in die Nahrungskette gelangen, aber ebenfalls längst in Bächen und Flüssen schwimmen und damit letztlich auch das Trinkwasser verseuchen. Es trifft also alle Menschen, und auch Veganer und Makrobiotiker bekommen ihre tägliche Portion davon ab.

Dabei hilft schon ein wenig Umdenken, und wenn der Denkprozeß hakt: Red Bull verleiht Flügel. Wenn Sie jedoch diese aufputschende Zuckerlösung nicht für der Weisheit letzten Schluß halten, dann verstärkt auch das die Geschwindigkeit beim Umdenken. Noch ein Tip für die Dame von Welt im alpenländischen Raum, die nicht mit popligen Leinenbeuteln einkaufen gehen will, gesehen bei www.meindl-munich.com. Reversjacke "Konstanze" aus Canvas mit Hirschhornknöpfen (640 €), Rehleder-Hose "Hirschbrunft" mit Reliefstick (1.100 €) und Hirschleder-Bag "Audrey" (530 €). Très chic und total trendy. Leider nicht für Veganer geeignet.

Sollte allerdings die ganze Schicki-Micki-Bagage bei Ihnen einen permanenten Brechreiz auslösen und Sie bei Erscheinen von Veronika Ferres blitzartig den Sender wechseln, hätte ich noch einen Vorschlag, der sehr viel Nutzen bringender ist. Fair genäht, authentisch und stark belastbar sind Taschen aus recycelten Reissäcken von den Philippinen. Diese erhalten Sie gegen eine Spende von 10 Euro bei www.regenwald.org/tasche und schon können Sie frohen Mutes den Supermarkt Ihres Vertrauens "leerräumen". 

Eine Frage zur Energie: Was haben Victor Schauberger, Nikola Tesla, T. Henry Moray und Wilhelm Reich gemeinsam? Sie haben etwas gefunden, was es (angeblich) nicht gibt und haben Objekte und Geräte gebaut, die (wieder angeblich) weder fliegen noch sonstwie funktionieren können. Aber wenn das alles Kokolores ist, wieso wurden diese Objekte und Geräte vom FBI und der Army zerstört, die Bücher dieser Erfinder von der amerikanischen Justiz verboten, die Erfinder selber teilweise in Gewahrsam genommen und mit Redeverbot belegt? Worum handelt es sich? Um kosmische Energie, auch freie Energie genannt. Also um Gott-sei-bei-uns-Erfindungen für alle wahren Kapitalisten. Für jedermann frei nutzbar und nicht patentierbar. Daß das bloß niemand erfährt. Aber offensichtlich ist die Kenntnis davon nicht zu unterbinden.

Im Kopp-Verlag (wo leider auch Bücher erscheinen, deren Inhalt nur mit Vorsicht zu genießen ist) ist von dem Physikprofessor Claus W. Turtur ein Buch mit dem Titel "Freie Energie für alle Menschen" erschienen, das eine Bauanleitung für einen Raumenergiemotor enthält. Was ist das so Schlimme an der Raumenergie, daß es sie einfach nicht geben darf? Sie ist unerschöpflich und überall verfügbar, kostet nichts, erzeugt Strom und belastet weder Umwelt noch Gesundheit. Wetten, daß diese Energie die einzige Energie der Wahl wäre, wenn es den Energiekonzernen endlich gelänge herauszufinden, wie sie damit richtig Geld scheffeln, den Quell für echten, tollen, nie versiegenden Reibach auftun könnten. 

Bei Photovoltaik ist E.ON bereits ein Licht aufgegangen. Der Energielieferant baut kleinen und mittelständischen Unternehmen Solaranlagen aufs Dach, die diese 20 Jahre lang pachten und nach Ablauf der Vertragszeit für einen symbolischen Euro erwerben können. Ein echtes Kundenbindungssystem also. 

4. Information
Wie schaffte es der Mazedonier Alexander der Große mit seinen Soldaten bis nach Indien? Wie gelang es den Römern, ein Weltreich zu erobern? Wie fand der Wikinger Erik der Rote Jahrhunderte vor Kolumbus den Seeweg von Grönland nach Nordamerika? Wie schaffte es Marco Polo von Venedig nach China und zurück? Wie segelten polynesische Seefahrer zielsicher über tausende von Seemeilen zu unbekannten Inseln und neuen Lebensräumen, von denen sie nur eine vage Vorstellung hatten? Keiner von denen verfügte über ein Navi. Etliche Autofahrer heutzutage finden ohne Navi doch nicht einmal mehr in den Nachbarort.  

Wie brachten die Ureinwohner Britanniens die tonnenschweren Steine nach Stonehenge und stellten sie an bestimmte Plätze, obwohl dazu komplizierte Berechnungen erforderlich waren? Wie berechneten die alten Ägypter und Chinesen die Standorte und Ausrichtungen ihrer Pyramiden? Alles ohne Computer.

Wer heute durch die Fußgängerzonen der Städte geht, kann dies nur noch im Zickzackkurs machen, damit er nicht mit anderen, meist jüngeren, zusammenstößt, die angestrengt auf ein Kästchen schauen, was sie in der Hand halten und ansonsten die Welt um sich herum gar nicht mehr wahrnehmen. Lernen diese Zeitgenossen etwa Goethes Faust oder Schiller Glocke auswendig, so wie es ihre Eltern kannten? Ach wo, Wolle liest gerade eine dringende Meldung seiner Freundin Susi, die Blähungen hat. Beinahe wäre ihr etwas durchgefallen und das hätte ganz schön in die Hose gehen können. Wo doch der Weiße Riese Urlaub macht.

Was hat uns die schöne neue digitale Welt gebracht? Wir sind so weit gesunken, daß wir jede Information, die wir erhalten, sei es Krieg irgendwo auf der Welt oder Susis Blähungen für gleich relevant erachten. Kinder können wie die Irren auf ihren Smartphones rumtippen, aber sind, und das ist kein Witz, aufgrund mangelnder Motorik und Fremdbewegungen ihrer Finger nicht einmal mehr in der Lage, sich die Schuhe zuzubinden. 

Das Internet, mit dem wir uns täglich befassen, speichert das gesamte Wissen der Welt - und auch jeden Blödsinn, der irgendwann einmal verzapft wurde. Weit über eine Million Apps weltweit sind abrufbar und stehen zum Herunterladen bereit, von denen mit Sicherheit 90 Prozent lediglich Nonsense und Bullshit sind oder sogenannte Dienstleistungen anbieten, die in Wahrheit niemand braucht. Auf Facebook, Twitter oder WhatsApp werden Nachrichten getauscht, deren Sinngehalt Menschen früherer Jahrhunderte in den Wahnsinn getrieben hätte. Johannes Gensfleisch zu Gutenberg wäre verzweifelt, wenn er erfahren würde, wie seine Erfindung der Vereinzelung von Buchstaben (Bewegliche Lettern) Jahrhunderte später genutzt wird. 

Doch es soll noch schlimmer kommen. Zukunftsforscher gehen davon aus, daß bereits in zehn Jahren niemand mehr von Smartphones oder Tablets, von Desktop-PCs ganz schweigen, reden wird. Infos kommen nur noch über die Google-Brille, die jeder dann vor Augen hat oder über die Apple-Watch, die alles kann, außer - wahrscheinlich - die Zeit anzeigen. Und dazu fliegen uns die Drohnen von Amazon um die Ohren. Dann ist der Weg frei für die digitale Versklavung der Menschen und die immerwährende Manipulation. Schon jetzt verfügt der britische Geheimdienst GCHQ einem Medienbericht zufolge über die technischen Möglichkeiten, Inhalte im Netz verfälschen zu können. Dies berichtete der Journalist Glenn Greenwald unter Berufung auf neue Dokumente von Edward Snowden. Die Gerätschaften zählten zu den "alarmierendsten Propagandawerkzeugen", die im Snowden-Fundus zu finden seien.

Leute, wenn ihr die Welt und Eure Zukunft noch retten wollt, dann gibt es nur eines: Schmeißt das ganze Drecksgelumpe in den Müll - und denkt wieder selber. Bevor es endgültig zu spät ist. 

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