Geld allein macht nicht unglücklich (Peter Falk)

Der clevere Lebenskünstler


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Man darf heutzutage bloß kein Depp nicht  sein!

Wenn Sie diesen wichtigen Grundsatz im Leben beherrschen, sind Sie schon auf dem richtigen Weg zu einem cleveren Lebenskünstler.

Nur wer anders und selbstbestimmt denkt und handelt, erreicht seine Ziele im Leben und nützt seinen Mitmenschen.

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Zuwenig Geld? Das muß nicht sein! Sie haben die Wahl. Entweder Sie werden ein echter Knauserer oder Sie versuchen es mit reicher werden.

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Wie Sie sich selbst ins rechte Licht rücken 04 Jun 2016

Was tun Bessergestellte und Reiche, wenn sie merken, daß es höchste Zeit ist, ihr Bild in der Öffentlichkeit in ein besseres Licht zu rücken? Ganz klar, sie verkünden, daß sie jetzt oder bald oder in den folgenden Jahren Teile ihres Vermögens an die Allgemeinheit zu deren Wohl verteilen werden. Stiften halt. Damit kann man Wolfgang Schäuble zusätzlich kräftig ärgern, denn ihm fehlt dann das schöne Geld für seine schwarze Null. Aber er kann damit schon leben, spart doch der Staat wiederum an sozialen Leistungen.

Dumm nur, daß Sie keine Susanne Klatten sind und wenn Sie verkünden würden, Sie wollten in den nächsten fünf Jahren 100 Millionen Ihres Vermögens spenden, dann sind Sie höchstens die Lachnummer Ihrer Bekannten. Jeder weiß doch, daß Sie Knicker sich nur unter Tränen von 100 Euro trennen können, weil es für mehr sowieso nicht reicht. Einen Bill Gates oder Warren Buffett nimmt man Ihnen auch nicht ab. Dann heißt es nur, das bißchen Vermögen, daß er/sie hinterläßt, hätte er/sie auch versaufen können. Außerdem, auf das Ableben von jedem, der wirklich richtig was zu vererben hat, - und das sollen nicht wenige hierzulande sein - warten schon sehnsüchtig die Erben. Von den Erbschleichern nicht zu reden. Und ohweh, ohweh, wer wird schon unnötigerweise die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, daß bei ihm etwas zu holen ist.

Aber kann man auch mit kleichen Sachen andern Leuten Freude machen? Man kann. Nehmen wir dazu mal eine Aussage von Verona Pooth, die Kik-Designerin, die ja bekanntlich nicht auf den Kopf gefallen ist. Wenn sie also wiedermal eine dicke Lippe riskieren will, kann sie diese selbstverständlich aufspritzen lassen. Schon ist sie in der Zeitung. Oder sie verkündet eine ihrer Weisheiten wie diese: "Ich habe in meinem Leben noch nie eine eMail geschrieben und lese auch keine. Wer mir Dokumente senden will, der muß die abfotografieren und via WhatsApp senden. Dann ziehe ich mir die zum Lesen groß. So bekomme ich nur persönliche Nachrichten."

Wieso zitiere ich hier ausgerechnet Verona. Sollen Sie etwa in Zukunft nur noch Uninteressantes von unterinteressanten Leuten lesen? Nein, aber Sie sollen sich fragen, wat geht da ab, eben WhatsApp. Fällt der Cent? Nutzen Sie zukünftig alle sogenannten "sozialen Netzwerke" wie Facebook, Instagram, Twitter, WhatsApp oder YouTube. Fotografieren Sie etwas, senden Sie es an Ihren Bekanntenkreis oder laden es hoch. Aber was? Eine Urkunde natürlich. Doch nicht die für's Seepferdchen. Was Sie hochladen oder versenden sollen, ist eine Urkunde, die Ihr soziales Engagement zeigt. Aber das kann doch teuer werden! Muß es aber nicht. Schauen Sie sich mal meine Vorschläge dazu an.

Wenn sie älter werden, sind sie nicht mehr so putzig, wie es einst Knut, der Deutschen Lieblings-Eisbärchen war. Es geht auch nicht um Bären im Zoo sondern in der Arktis und denen schmilzt ihr Lebensraum buchstäblich unter dem Ar..., äh Pfoten weg. Der WWF setzt sich mit seinen Programmen für das Überleben dieser Tiere - auch anderer - ein. Auch Sie können helfen, spenden und eine schöne Urkunde für Ihre Hilfe erhalten. Einwählen unter www.wwf.de.
Leute, pflanzt Bäume, die Luft geht euch sonst aus. Der gemeinnützige Verein Prima Klima will für selbiges in Deutschland und Nicaragua sorgen und freut sich deshalb über jedes gespendete Bäumchen ab 3 Euro aufwärts. Die schöne Urkunde gibt's dazu: www.baeume-verschenken.de.
Dem Regenwald geht's schon seit Jahren, wenn nicht an den Kragen so doch an die Wurzeln seiner Bäume, die vielen schönen Sojaplantagen weichen müssen, damit alle unsere Rind-Viecher was zum Wiederkäuen haben und wir viele schöne Buletten in uns reinstopfen können. Hier können Sie Ihre Hilfe beurkunden lassen. Für den Regenwald in Peru: www.regenwald.org/spende. Für den Regenwald allgemein: www.wwf.de/spenden-helfen. Oder Sie geben gleich den Regenwald-Paten:
www.wilderness-international.org.
Doch warum in die Ferne schweifen. Auch die Natur hierzulande ruft nach Hilfe und die kommt von BUND und NABU. Vogelschutz ist gefragt, der Schutz der Meere sowieso, Wildkatzen und die schönen Alleen müssen erhalten werden (Sie wissen schon: ein Baum gleich ein Autounfall). Auch Wölfe müssen wieder heimisch werden, damit die bayerischen Rotkäppchen was zu zittern haben. Es ist halt so schön anzusehen, kaum daß in Bavaria irgendwo ein solches reißendes Untier gesehen wird, schon traut sich kein Bayer mehr aus den Haus. Dabei wurde selbst Problembär Bruno überlebt. Urkunden gibt es hier www.bund.net/spenden oder www.nabu.de/spenden-und-mitmachen.

Und jetzt kommt das, womit Sie sich profilieren können. Diese Urkunden sollten Sie selbstvertändlich rahmen und an die Wand hängen. Bei sich zu Hause, wenn Sie oft Besuch haben. Im Büro, wenn Sie selbständig sind oder Freiberufler. Oder Sie fotografieren die Urkunden und versenden Sie an alle Bekannten per WhatsApp. Und natürlich, ganz wichtig und für alle sichtbar bei Facebook, Google+ und was es sonst noch an sozialen Netzwerken gibt. Und immer schön liken lassen.

Mit einer Urkunde können Sie sich und Ihre Lieben wunderbar ins rechte Licht rücken. Denken nur einmal an folgende Urkunden, die schön gerahmt in Ihrer Wohnung hängen oder über Facebook einsehbar sind: Bei all diesen Nachweisen Ihrer Wichtigkeit sollten Sie jedoch das Augenzwinkern nicht vergessen, es sei denn, Sie wollen sich als legitimer Nachfolger von Felix Krull darstellen. Hoffentlich wissen Sie wenigstens, wer das war. Ansonsten schlag' nach bei Thomas Mann (Hä - und war ist das?)
          + + + Einen Stern, der Ihren Namen trägt
          + + + Ihr Grundstück auf dem Mond oder dem Mars
          + + + Ihre "Besitzung" in Schottland und Sie als schottischer Laird
          + + + Ihre Reservierung für eine Reise zum Mond
          + + + Ihre Aufnahme auf einer CD, mit der das letzte Space Shuttle zur ISS geflogen ist.

Stellen Sie sich einmal vor, in einigen hundert Jahren entdecken Außerirdische die Reste der ISS und finden die CD und lesen Ihren Namen, und der Anführer der Gruppe sagt bewundernd: "Wow, hab' ich mir doch gedacht, daß der auch hier heroben war." So können Sie in die Geschichte des Universums eingehen.

Durchstöbern Sie einmal das Internet mit Hilfe von Google und finden Sie Nachweise, mit der Sie für die Nachwelt interessant sind. Sie können auf dieser Webseite auch unter dem Menüpunkt "Hat nicht jeder" nachsehen, was Sie von der Allgemeinheit abheben kann.

Wenn Sie Kunde bei Amazon sind und sich über die Versandkosten ärgern, gibt es eine tolle Lösung. Amazon verzichtet auf die drei Euro, wenn Sie zusätzlich ein Buch kaufen. Das muß ja nichr gerade die neueste Verschwörungstheorie in Buchform sein. Viel besser, Sie erwerben ein Büchlein aus der Reihe "Penguin Little Black Classics". Diese Büchlein kosten 1,40 Euro und beinhalten Werke von Charles Dickens, Arthur Conan Doyle und Oscar Wilde. So sparen Sie pro Lieferung 1,60 Euro und wenn Sie die Büchlein strategisch geschickt in der Wohnung plazieren, können Sie nachweisen (oder vorschützen), daß Sie in der englischen Sprache und Literatur bewandert sind und nicht nur das Deppen-Englisch der Wichtigtuer absondern.

Auch Replikate können viel hermachen, besonders dann, wenn Sie diese für nen Appel und nen Ei erwerben können, zum Beispiel über den Atlas-Verlag eine alte Taschenuhr, eine Pilotenuhr der deutschen Luftwaffe oder ein Kunstwerk. Auch täuschend echte Repliken von Gemälden machen sich immer gut im Wohnzimmer. Allerdings bei einem Van Gogh oder Renoir sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie behaupten, dieses wäre das Original. Nicht, daß es am Ende das Finanzamt ist, daß dies glaubt.  

Aber vielleicht finden Sie einmal in Ihrem Garten ein Insekt, das noch niemand vor Ihnen gesehen hat und das die Wissenschaft daraufhin nach Ihnen benennt. Ihre Witwe wird dann vielleicht irgendwann gefragt, wieso ein Käfer genauso heißt wie sie und sie antwortet stolz: "Ja, ja, mein Mann und der Mistkäfer - ein unschlagbares Duo."

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